Heute im Interview Annika Blum
Die Corona-Pandemie geht sehr an unsere Substanz und auch für Sportlerinnen und Sportler sind die Einschränkungen nur sehr schwer zu ertragen. Auch ein Vereinsleben ist kaum noch möglich, obwohl wir im Verein durch verschiedene Aktionen versuchen den "Eintracht-Geist" immer wieder zu beschwören.
Hallo Annika,
1 ) Wie geht es Dir so ganz ohne Fußball?
Am Anfang fiel es mir deutlich schwerer damit umzugehen als es mittlerweile der Fall ist. Dennoch fehlt einfach ein Stück Lebensqualität. Nicht nur, dass der sportliche Ausgleich weggebrochen ist; auch das regelmäßige und unbeschwerte Beisammensein im Team, das „Sich-Messen“ mit anderen Mannschaften und schlichtweg das ganze Vereinsleben fehlen einfach.
2 ) Wie geht es mit der Saison aus Deiner Sicht weiter?
Siehst Du die Möglichkeit einer sportlichen Lösung oder wird die Saison 2019 / 2021 über die Quotienten-Regelung am "grünen Tisch" entschieden?
Das ist keine leichte Frage bzw. Antwort. Wenn es hier um „das Herz“ geht, dann würde ich mir eine sportliche Lösung wünschen, wie sicher viele andere auch. Wenn es allerdings um den Verstand geht, dann sehe ich die Wahrscheinlichkeit einer sportlichen Lösung schwinden: Da schon etliche Verbände anderer Bundesländer sich zur Quotientenregelung bekannt haben und der Amateur-Sport immer wieder Rückschläge im Zuge der Corona-Pandemie in Kauf nehmen muss, denke ich, dass auch der bayerische Verband hier über den Quotienten regeln wird. An sich erscheint mir die Quotientenregelung fair und angesichts der derzeitigen Lage in der Region angebracht.
3 ) Wie viele Trainingseinheiten bzw. welcher Zeitraum wäre für Dich notwendig, um wieder in den Spielbetrieb einsteigen zu können?
Dank unserer teaminternen Online-Meetings samt diverser Sporteinheiten und den individuellen Trainingsplänen unserer Coaches für uns Spielerinnen, glaube ich, dass wir relativ zügig wieder starten könnten. Allerdings haben wir alle seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr zusammen gekickt und uns würden ein paar Trainingseinheiten noch ganz gut tun, um spielerisch wieder den „Flow“ zu finden.
4) Was wäre Dein persönliches Ziel bei Fortsetzung der Saison bis zum letzten Spieltag?
Da wir aktuell (ohne Quotientenregelung) auf dem 2. Tabellenplatz sind – mit nur 1! Punkt hinter den Tabellenersten – wünsche ich mir ganz klar den Titel und den Aufstieg! Aber insgesamt würde ich einfach gerne wieder mit dem Team kicken dürfen…
5) Hättest Du Anregungen für den Verein bzw. für die Verantwortlichen in dieser schwierigen Phase rund um den Sportbetrieb?
Ich bin der Überzeugung, dass wir da bereits sehr gut aufgestellt sind. Unser Verein und die Verantwortlichen haben in der Vergangenheit bewiesen, dass Kreativität, ein gut ausgearbeitetes Hygienekonzept und Engagement in Zeiten der Coronavirus-Pandemie essentiell sind, um Vereinsarbeit und den Sportbetrieb möglich zu machen. Deshalb sei hier noch gesagt: Danke an alle Beteiligten!
Vielen Dank, Annika
- auch Deine Meinung wird
man sicherlich mit Interesse lesen.
Annika Blum, 30 Jahre jung
seit Juli 2019 im Verein

bisher 11 Spiele absolviert