FC Eintracht - ASV Oberpreuschwitz 0 : 0
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Den Bericht des heutigen Spieles hat uns freundlicherweise Thomas Nietner von anpfiff.info zur Verfügung gestellt. Dafür sagen wir herzlichen Dank! Darüber hinaus ist anzumerken, dass die Reporter von anpfiff.info gute journalistische Arbeit in unseren Fußballebenen leisten. Dafür nochmals Danke!
Ersatzgeschwächte Heimelf nahe am Dreier
Revanche nicht ganz geglückt: Nach der 1:6-Vorrundenpleite reichte es für die Eintracht im Stadtderby im Rückspiel gegen den ASV Oberpreuschwitz nicht zu einem dreifachen Punktgewinn. Beim torlosen war die Elf von Arthur Kolb aber nahe dran am Dreier. Angesichts der vielen Ausfälle konnte die Heimelf aber auch mit dem Punkt zufrieden sein. Gegen die neuformierte Eintracht-Abwehr blieben die Gäste zu einfallslos.
Aus Bayreuth berichtet für anpfiff.info Thomas Nietner
Dabei schienen die Rollen im Vorfeld klar zugunsten der Preuschwitzer verteilt, denn die Heimelf ging personell am Stock. Nach den Ausfällen von Dominique Demel, Dimitir Kossmann, Karsten Tacke, Benjamin Heyer und Kevin Schatzhuber gingen Eintracht-Coach Arthur Kolb die Abwehrspieler aus. Ausgerechnet gegen die offensivstarken Preuschwitzer, die dem letztjährigen Tabellenvierten schon im Hinspiel so ihre Probleme bereitet hatten. Das konnte nur besser werden, dafür bissen die zuletzt verletzten und angeschlagenen Marco Greil, Philipp Fiebig und Florian Heublein eben auf die Zähne. Auch Viktor Günter war wieder mit dabei. Arthur Kolb musste dennoch im Abwehrbereich improvisieren und verordnete seiner Elf ein 3-5-2-System, in dem der offensive Michael Schreiner-Schelhorn in einer Dreierkette den zentralen Mann gab. Davor sollte Jan Reingruber und eine Viererkette die Lücken schließen und die Gäste so fern vom Tor halten. Ganz andere Sorgen hatten da die Gäste: Bis auf den im Ausland weilenden dreifach Torschützen aus dem Hinspiel, Ali Schechallah, und Florent Halimi konnte ASV-Spielertrainer aus dem Vollen schöpfen. Die beiden Ausfälle ließen sich jedoch in dem bestens bestückten Kader kompensieren. Vielmehr ärgerte dem Gästetrainer dagegen die zuletzt fahrlässige Chancenverwertung seiner Mannschaft: "Wir hatten gegen Weidenberg Bretter, aber haben die Chancen liegen lassen." Der Schlussmann forderte daher Wiedergutmachung für die 2:3-Pleite in Weidenberg von seinen Mannen.
Eintracht mit guten Chancen der Halbzeit
Sichtlich motivierter ging jedoch die FC-Elf ans Werk. "Das Hinspiel-Ergebnis ist unser Ansporn", hatte Arthur Kolb noch vor der Partie verraten. Der Einsatz war seinen Spielern auch nicht abzusprechen. Von Beginn an legten sie ein hohes Tempo vor und setzten die Gäste bereits im Mittelfeld schon unter Druck. Fast schon zu forsch, denn nach Ballgewinn lief die Heimelf gleich mehrfach ins Abseits. Von den Gästen war dagegen in der Anfangsphase nur wenig zu sehen: Die Blau-Weißen reagierten nur und ließen auch die notwendige Bewegung vermissen. Dabei hatte Spielertrainer Hannes Mahr ähnlich wie im Hinspiel noch das Spiel über die Außen gefordert. Das hatte schließlich den Kickern von der Oberen Röth erhebliche Kopfschmerzen bereitet. Aber Arthur Kolb hatte sich etwas einfallen lassen. Die Gäste kamen kaum zur Entfaltung und ließen die Flügel verwaist. "Da haben wir uns teilweise zu sehr versteckt", sah der frühere Altstädter seine Elf zu oft durch das Zentrum, in dem die Gastgeber jedoch die Räume gut verengten. Die Taktik von Arthur Kolb, den ASV-Angreifer fast schon mannorientiert zu decken, schien aufzugehen. So wunderte es nicht, dass ein Freistoß, der an Freund und Feind vorbei durch den Strafraum strich, nach einer Viertelstunde die erste Chance für die Blau-Weißen war. Von den Umstellungen in der Eintracht-Abwehr war bis dahin nichts zu merken: Die Heimelf hielt den Gegner gut vom eigenen Strafraum fern und gewann daraus immer mehr Stabilität. Doch die Wege nach vorne waren natürlich weit für die Eintracht-Elf, in der man die in der Defensive gebundenen Daniel Heublein und Michael Schreiner-Schelhorn vermisste. Richtige Torchancen waren daher auf beiden Seiten erst einmal Mangelware. Bei den nun aufkommenden Gästen lag dies aber auch daran, dass kaum einer den Torabschluss suchte. Die Preuschwitzer agierten vor dem Tor teilweise zu kompliziert, so dass die Eintracht-Hintermannschaft immer wieder einen Fuß dazwischen bekam. Erst vor der Halbzeitpause wurde es gefährlicher, als der Ex-Preuschwitzer Maximilian Schwarz seinen einstigen Trainer Hannes Mahr im ASV-Tor zu einer Glanzparade zwang. Der frühere Donndorfer zog dabei einfach einmal vom Strafraum ab, fand jedoch seinen Meister im guten ASV-Schlussmann, der den Ball über die Latte lenkte. Nicht das einzige Brett der Platzherren vor dem Seitenwechsel: Erst zimmerte Florian Heublein den Ball aus guter Position über das Tor, dann versemmelte auch noch Viktor Günter frei vor dem ASV-Tor. Angesichts dieser guten Möglichkeiten wäre die Eintracht-Führung trotz leichter Überlegenheit der Gäste zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen.
„Glück und einen starken Keeper“
Stelle sich jedoch die Frage, wie lange die mit einigen angeschlagenen Akteuren angetretene Eintracht-Elf das Tempo durchhalten konnte. ASV-Spielertrainer Hannes Mahr wollte von seiner Elf jedenfalls nach dem Seitenwechsel mehr sehen und brachte mit Felix Häfner und Milot Hasani zwei frische und vor allem schnelle Kräfte. Doch das sollte sich erst einmal trotz guter Ansätze nicht auszahlen. Immer noch wählte man zu oft den langen Ball in die dichte Eintracht-Deckung. Vom halben Dutzend im Hinspiel war man so weit entfernt. Das lag aber auch daran, dass die Gäste sich immer wieder in der gut verschiebenden Eintracht-Hintermannschaft festliefen. Das änderte sich auch in Unterzahl nicht, nachdem Jens Sabbarth nach gut einer Stunde nach wiederholtem Foulspiel frühzeitig zum Duschen musste. "Den Platzverweis haben wir mental weggesteckt", so Arthur Kobl, dessen Elf weiter konzentriert zu Werke ging und weiterhin vorbildlich kämpfte. Zwar zogen sich die Gastgeber nun weiter in die eigene Hälfte zurück, zu Torchancen für den Tabellendritten führte dies nicht zwangsläufig. "Die standen einfach gut und haben die Räume eng gemacht", analysierte ASV-Flügelflitzer Paul Eisel. Zudem riefen die Orange-Schwarzen auch kämpferisch und läuferisch alles ab. "Bei uns hat wohl jeder gedacht, dass es auch so geht", fehlten Hannes Mahr dagegen bei seinen Jungs das eine oder andere Prozent. Die musste dagegen der Spielertrainer selbst drauflegen, als er mit einer weiteren starken Parade nach 70 Minuten seinen Kasten sauber hielt. "Hinten hatten wir Glück und eben einen guten Keeper", so Paul Eisel. Glück? Das bezog der Gästespieler auf den Pfostentreffer von Eintracht-Angreifer Viktor Günter, der eben jenes bei seinem Schuss aus kurzer Distanz nicht hatte. Aber auch Teamkollege Philipp Fiebig ging kurz darauf das Killergen ab, als er aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss. Die Eintracht-Siegtreffer wäre nicht unverdient gewesen, wollte aber eben nicht fallen. Vielmehr hatten diesen die Gäste auf dem Fuß: Doch auch für sie blieb das Eintracht-Tor wie vernagelt. ASV-Kapitän Burim Salihu vergab knapp vor dem Schlusspfiff frei vor Eintracht-Keeper Thomas Baumann. Den macht der Torjäger normalerweise im Schlaf - An jenem Tag jedoch nicht.
„PS nicht auf die Straße gebracht“
Angesichts der letzten ASV-Chance stellte sich die Frage: Ein gewonnener Punkt oder doch zwei verschenkte Zähler? Arthur Kolb konnte jedenfalls mit dem Unentschieden leben: "Aufgrund unserer Ausfälle geht das in Ordnung. Aufgrund unserer Torchancen wäre natürlich auch mehr drin gewesen." So hielt die Eintracht-Elf trotz neuformierter Hintermannschaft zum dritten Mal die Null. Keine schlechte Voraussetzung für die drei in diesem Jahr noch ausstehenden Bayreuther Derbies gegen Kreuz, den USC und Laineck. Die Gäste haderten dagegen mit dem vierten sieglosen Spiel in Folge. "Wenn die Eintracht gewinnt, wäre das auch in Ordnung gegangen", sah auch ASV-Coach Hannes Mahr die besseren Chancen auf der Seite der Hausherren. Seit dem guten Auftritt gegen Tabellenführer USC Bayreuth ist bei den Preuschwitzern etwas der Wurm drin. In der nächsten Woche empfängt die Mahr-Elf die kampfstarken Warmensteinacher. Da müssen die Blau-Weißen ihre vorhandenen Pferdestärken wieder auf die Straße bringen. Gegen die Eintracht gelang dies nicht, da hat die Elf sicherlich noch Luft nach oben. Das Unentschieden hatte auf die Tabellensituation jedoch wenig Auswirkung, da auch die beiden führenden Teams nur jeweils einen Punkt holten.
Spieler des Spiels: Michael Schreiner-Schelhorn
Auf ungewohnter Position überzeugte der Offensivakteur auch in der Verteidigung. Mit gutem Zweikampfverhalten und Antizipation ließ der 25-Jährige als Abwehrchef nichts anbrennen.
Zuschauer: 100