Die Würfel sind gefallen!
Mit Abschluss der Relegation sind auf Kreisebene die ausstehenden Entscheidungen gefallen und so können die Karten für die Saison 2017 / 2018 neu gemischt werden. Aus der Kreisklasse 5 werden Waischenfeld und der Sportring die Liga nach oben verlassen; während es für Warmensteinach, Bischofsgrün und auch für Laineck in die A-Klasse geht.
Ohne den Verantwortlichen für den Spielkreis etwas vorweg zu nehmen, können wir davon ausgehen, dass wir in der neuen Saison wieder "alte Bekannte" treffen werden: Schnabelwaid, Seybothenreuth, Röhrenhof ? ? ? Fehlen aber noch zwei - evtl. Altenplos? Gedulden wir uns also noch etwas!
Ziehen wir für unsere Mannschaft Bilanz und stellen fest, dass es bei den "letzten Ballwechseln" doch Enttäuschungen gab bei den Aktiven, den Verantwortlichen und nicht zuletzt bei den sehr, sehr treuen Anhängern. Verständlich; aber es lässt sich auch ohne Ausreden auf den Grundlagen der Gegebenheiten analysieren.
Zunächst halten wir aber fest, dass der 3.Platz in der Kreisklasse das beste Ergebnis der Herrenmannschaft in der 43-jährigen Vereinsgeschichte darstellt.
Fünf Punkte Vorsprung auf den Zweiten Sportring zur Winterpause ließen natürlich berechtigte Hoffnungen aufkommen. Leider stand der Kunstrasenplatz in dieser entscheidenden Phase mal wieder nicht zur Verfügung und so mussten die Trainingsmöglichkeiten von Woche zu Woche neu improvisiert werden. Dennoch gelangen in der Vorbereitung zwei bemerkenswerte Ergebnisse: Der hoch verdiente 3 : 1 Sieg beim Kreisligisten Hummeltal und eine Woche später das tolle Spiel bei besten Bedingungen auf Kunstrasen beim TJ Bila Hora in Prag - 5 : 3 gegen eine gute Mannschaft!
Es war also angerichtet für die 13 Spiele zur Entscheidung und am 5.März gab es im Heimspiel gegen den FSV 2 gleich den ersten Rückschlag: Der einzige Saison-Einsatz vom Chrissi - unserem Torjäger - dauerte nur 17 Minuten und danach war das Knie wieder kaputt. Zwei Wochen später war der Sportring im Spitzenspiel der Liga zu Gast und siegte durch ein Freistoßtor in der 88.Spielminute. Noch war nichts verloren; doch bereits eine Woche später fiel unser Kapitän und Spielgestalter Michi Schreiner-Schelhorn in der Nachspielzeit in Kirchahorn durch eine schwere Schulterverletzung für den Rest der Saison aus. Damit stand durch den Ausfall der Schreiner-Schelhorn-Brüder die Kreative für die Offensive; zumal Torjäger Viktor Günter bereits in der Vorrunde verletzungsbedingt passen musste, nicht mehr zur Verfügung.
Genau in dieser Phase zeigten sich die Fähigkeiten von Trainer Arthur Kolb , der alles versuchte die noch vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen und vollzählige Trainingsbeteiligung generierte. Doch weitere Ausfälle - wie Jens Sabbarth oder teilweise Jan Reingruber - und damit weiterer Substanzverlust konnten keine Wende mehr bewirken.
Großer Dank daher an die Spieler, die dies alles gemeistert haben trotz "kleinerer Wehwehchen" und auch zum Teil enormer beruflicher Belastung, was man von außen oft kaum zur Kenntnis nimmt. Daher großes Kompliment an den Stamm: Daniel Heublein (30) , Patrick Philbert (29) , Florian Heublein , Benjamin Heyer und Dimitri Kossmann je mit 28 , Philipp Fiebig (25) , Dominique Demel (24) , Thomas Baumann (23) , Fabian Kocur (22) und Jan Reingruber und Michael Schreiner-Schelhorn mit je 21 Einsätzen . Tim Murgas (13) war als Neuzugang nach der Winterpause einer echter Gewinn für die Mannschaft. Nicht zu vergessen drei tolle Fußballer; aber auch sehr sympathische Menschen - die Studenten an den Uni Bayreuth Jan Freisinger (15) , Karsten Tacke (15) und Marco Greil (5) .
Insgesamt musste Adi Kolb 32 Spieler einsetzen, wobei zehn Spieler nur situationsbedingt zum Einsatz kamen - aber auch an diese Sportfreunde herzlichen Dank!
Die Lücke der "verhinderten Torjäger" schloss unser Dauerläufer Daniel Heublein mit 16 Toren , gefolgt von Jan Freisinger mit 11 Treffern und Patrick Philbert mit acht Toren . Bemerkenswert, dass wir mit 66 Toren die drittstärkste Offensive stellten und damit den Ausfall von drei Top-Torjägern gut kompensieren konnten. Dennoch blieben wir in sieben Spielen ohne Torerfolg und das wäre sicher mit unserer kompletten Offensive nicht passiert.
Hinten kassierten wir 39 Gegentreffer , was ebenfalls Rang 3 bedeutet. Das beste Ergebnis im 3.Jahr Kreisklasse; denn 2014/15 waren es 51 und ein Jahr später 52 Gegentreffer. Sieben Mal stand hinten die Null nach 90 Minuten. Auch dieses Ergebnis muss positiv erwähnt werden, da auch im Abwehrverbund verletzungsbedingt immer wieder Umstellungen notwendig waren.
In der Statistik der Strafen sollte noch Verbesserungspotenzial möglich sein, da 80 gelbe , 4 gelbrote und 2 rote Karte noch zu minimieren wären. Sicher haben uns diese Strafen auch keinen Vorteil gebracht - in manchen Begegnungen kamen wir so auf die Verliererstraße. Die Analyse im Mannschaftskreis ist dringend geboten!
Interessant die Tabellen aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Heimbilanz mit 24 Punkten (7 Siege - 3 Unendschieden - 5 Niederlagen) hätte lediglich zu Platz 7 gereicht; auswärts dagegen konnten wir 29 Punkte (9 - 2 - 4) einfahren und das ist Rang 2 nur einen Punkt hinter Weidenberg. Nach Abschluss der Vorrunde waren wir Erster; bis zu Beginn der Winterpause ebenfalls und danach landeten wir in den 13 Spielen des Jahres 2017 mit 15 Punkten auf Platz 13 - das hätte Relegation bedeutet! Über die ganze Saison belegten ausschließlich die drei ersten Tabellenplätze - es war eben die beste Saison in der Historie des Vereines!
Von insgesamt 53 Zählern holten wir die optimale Ausbeute von
6 Punkten gegen Weidenberg, Heinersreuth, Trockau, Wamensteinach
4 Punkte: Goldkronach, Oberpreuschwitz, FSV 2, Laineck, Bischofsgrün
3 Punkte: Sportring, Glashütten, Schreez
0 Punkte: Waischenfeld, Donndorf, Kirchahorn
Gegen den Meister Waischenfeld gelang in 180 Minuten nicht mal ein Treffer. Absteiger Warmensteinach konnte gegen uns kein Tor erzielen, wobei das 8 : 0 den bislang höchsten Sieg in der Kreisklasse bedeutet.
Zu den 15 Heimspielen konnten wir durchschnittlich 83 Zuschauer begrüßen - im Topspiel gegen den Sportring waren es 140 . Unsere Auswärtsspiele waren im Schnitt von 96 Zuschauern besucht - nur Kirchahorn hatte mit 100 einen besseren Wert, aber auch nur, weil beim Eröffnungsspiel der Liga in Trockau alleine 412 Zuschauer gezählt wurden.