Wir ziehen Bilanz auf die Saison 2022/23
Es war einfacher in den letzten Jahren zu bilanzieren, weil der Trend stets nach oben ging. Der letzte Abstieg bei den Herren datiert aus der Saison 2007 / 2008 und danach zeigte die Entwicklung stets nach oben. Ähnlich bei den Frauen, wo 2019 der Abstieg aus der BOL allerdings postwendend korrigiert werden konnte.
Unsere beiden sportlichen Aushängeschilder müssen nun beide in der nächsten Saison eine Klasse tiefer antreten. Kein Beinbruch - dennoch ein denkwürdiges Ereignis für unseren Verein. Beleuchten wir nun beide Teams etwas näher!
Frauen
Unsere Frauen beenden mit 17 Punkten die Saison auf dem vorletzten Platz - vier Punkte fehlten zum Klassenerhalt. Mit lediglich fünf Punkten daheim haben wir das Negativ-Ergebnis der Liga, während die zwölf Zähler auswärts für einen Rang im Mittelfeld gereicht hätten. Die ständigen Trainerwechsel waren sehr abträglich für eine kontinuierliche Entwicklung und erst als Jessica Marx das Zepter als Spielertrainerin übernahm, stellten sich - leider etwas zu spät - Erfolge ein; daran war sie allerdings als Torjägerin maßgeblich beteiligt. 13 Treffer erzielte sie in nur acht Spielen und steht damit auch auf Platz 1 der Bezirksoberliga. Mit einer Jessica über die gesamte Spielzeit wäre der Klassenerhalt kein Thema gewesen. Zu berücksichtigen auch, dass unsere Abwehr um Torfrau Anja Heißinger (17 Spiele) mit der Innenverteidigung Luna Müller (18) und Carina Walther (17) sehr stabil agierte, auch gegen starke Teams aus der oberen Hälfte. Auch die unermüdliche Kämpferin Antonia Hübner absolvierte alle 18 Spiele und erzielte dabei zwei Tore. Christina Weiß und Sabrina Baumgartner erzielten ebenfalls je zwei Treffer von den insgesamt 23 Toren. Insgesamt kamen in 18 Verbandsspielen 26 Spielerinnen zum Einsatz, wovon sich sieben in die Torschützenliste eintragen konnten. Natürlich dürfen wir auch unsere jungen Spielerinnen Lucie Rundholz, Annika Füßmann und Lena-Maria Gorski nicht vergessen, die sich vor Saisonbeginn uns angeschlossen hatten und gleich zum Stammpersonal der Mannschaft mit zahlreichen Einsätzen und ordentlichen Leistungen gehörten.
Abschließend großer Dank an Denise Marx, die als Spielleiterin diese schwierige Spielzeit mit zahlreichen Baustellen gemeistert hat. Ihr Engagement einfach vorbildlich!
Herren
Am vorletzten Spieltag unterliegen wir im direkten Abstiegsduell beim TSV 08 Kulmbach und stehen damit neben dem USC Bayreuth und dem TSV St. Johannis als dritter Absteiger fest. 27 Punkte sind einfach zu wenig; denn auf den gesicherten 12. Rang fehlen satte 10 Punkte. Auffällig die schwache Heimbilanz mit lediglich 12 Punkten aus 15 Spielen. Mit unserem Spielerkader zu Saisonbeginn war ein gesicherter Platz im Mittelfeld das realistische Ziel - doch es sollte anders kommen. Gegen sieben Mannschaften holten wir keinen einzigen Punkt, was gegen die Spitzenteams aus Kirchenlaibach, Altenplos und Goldkronach durchaus passieren kann; allerdings wähnten wir uns mit 08 Kulmbach, Oberpreuschwitz, Neuenmarkt und dem Sportring auf Augenhöhe, was eine Fehleinschätzung war. Auch die Aufsteiger aus Motschenbach und VfB Kulmbach ließen uns weit hinter sich!
Die Gründe für die ungenügenden Leistungen sind vielfältig und daher von den Verantwortlichen genau zu analysieren. Sicher hatten wir unter zahlreichen Verletzungen zu leiden, teilweise langfristig über das Saisonende hinaus. Nach der Winterpause hatten wir darüber hinaus ein massives Torhüter-Problem, das nicht zu lösen war. In der Winterpause verließen uns mit Maxi Ströbel und Manuel Klug zwei wichtige Akteure, die in der angespannten Situation nicht zu ersetzen waren. Atmosphärische Störungen zwischen Mannschaft und der sportlichen Leitung hinterließen ebenfalls Wunden im harten Abstiegskampf. Wie schon gesagt muss all dies unmittelbar und penibel hinterfragt werden, bevor es eine Klasse tiefer weitergeht.
Unabhängig aller Widerwärtigkeiten bedanken wir uns aber auch bei allen Aktiven, die bis zur letzten Minute alles gegeben haben. Daniel Heublein und Arthur Terentev haben alle 30 Spiele absolviert und sind auch mit 14 bzw. 13 Toren die erfolgreichsten Schützen. Das Kraftpaket Christoph Neuner stand mit 26 Spielen und 11 Toren nur wenig nach. Großer Respekt auch für den Einsatz der Routiniers Dimitri Kossmann (26 Spiele), Jan Reingruber (25), Marius Metz (27) und dem unermüdlichen Tobias Tietze (20). Von der jüngeren Generation brachten die Neuzugänge Maximilian Sutter (23) und Patrick Bryant (23) Tempo und Belebung ins Spiel. Insgesamt wurden 39 Spieler eingesetzt, woraus manche Notsituation abzuleiten ist.
Letztlich auch der Dank an die Verantwortlichen auf der Bank und hier verdient der Tausendsassa Kevin Hautsch besonders erwähnt zu werden!